Kalimba: siebzehn Zungen zum Antippen
Eine Kalimba zum Antippen, alle siebzehn Zungen mit ihren Ziffern, wie man die Punkte liest und wie man stimmt – mit echtem Kalimbaklang.
Zum Antippen
Eine Zunge antippen, und sie klingt; mit dem Finger darüberstreichen spielt mehrere nacheinander. Die Knöpfe darüber stimmen die ganze Kalimba um.
Die Kalimba ist ein Daumenklavier: Metallzungen über einem Holzkörper, angezupft mit beiden Daumen. Die meisten haben siebzehn Zungen und sind auf C-Dur gestimmt — dieselben Töne wie die weißen Tasten eines Klaviers, über gut zwei Oktaven.
Ungewohnt ist nur die Ordnung. Die tiefste Zunge steht in der Mitte, und nach außen geht es abwechselnd links und rechts nach oben. Wer von einem Ton zum nächsthöheren will, wechselt also jedes Mal die Seite — und genau deshalb liegen benachbarte Zungen einer Seite eine Terz auseinander, und drei nebeneinander ergeben einen Dreiklang.
Die siebzehn Zungen
Auf den meisten Kalimbas ist jede Zunge beschriftet: mit einer Ziffer für die Stufe der Tonleiter und mit Punkten darüber für die Oktave. Eins ist der Grundton, Sieben der Ton unter der nächsten Eins; ein Punkt heißt eine Oktave höher, zwei Punkte heißen zwei.
Die Tafel liest die Zungen von links nach rechts, so wie sie vor einem liegen.
| Ziffer | Ton | Lage |
|---|---|---|
| 2 | D | links |
| 7 | H | links |
| 5 | G | links |
| 3 | E | links |
| 1 | C | links |
| 6 | A | links |
| 4 | F | links |
| 2 | D | links |
| 1 | C | Mitte |
| 3 | E | rechts |
| 5 | G | rechts |
| 7 | H | rechts |
| 2 | D | rechts |
| 4 | F | rechts |
| 6 | A | rechts |
| 1 | C | rechts |
| 3 | E | rechts |
Kalimba-Ziffern lesen
Kalimba-Noten stehen meist in Ziffern statt auf Notenlinien — in derselben Schrift, in der man in China und Indonesien auch Lieder und Chorstimmen liest. Jede Ziffer ist eine Zunge, und die Zeichen um sie herum sagen, wie lange sie klingt.
Hier stehen die ersten beiden Takte eines Kinderlieds zweimal: oben auf Notenlinien, darunter in Ziffern. Jede Note hat ihre Ziffer, jeder Takt seinen Strich.
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Was die Zeichen bedeuten
- 5Eine Ziffer allein klingt einen Schlag lang.
- 5–Jeder Strich dahinter hält sie einen Schlag länger.
- 5Einmal unterstrichen: ein halber Schlag.
- 5Zweimal unterstrichen: ein Viertelschlag.
- 5Ein Punkt dahinter macht sie anderthalbmal so lang.
- 5Jeder Punkt darüber hebt sie um eine Oktave.
- 0Die Null ist eine Pause.
- 55Ein Bogen verbindet zwei gleiche Ziffern: die zweite wird nicht neu angezupft.
- 53Zwei Ziffern übereinander werden zugleich angezupft.
Die Kalimba stimmen
Jede Zunge wird über ihre Länge gestimmt. Klopft man sie mit dem Stimmhammer ein Stück unter dem Steg hervor, wird sie länger und klingt tiefer; klopft man sie zurück, wird sie kürzer und klingt höher. Kleine Schritte genügen.
Am einfachsten geht es mit einem Stimmgerät: das Stimmgerät zeigt, ob eine Zunge zu hoch oder zu tief liegt.
In eine andere Tonart umstimmen
Eine Kalimba in C-Dur spielt nur die sieben Töne von C-Dur. Für eine andere Tonart werden einzelne Zungen um einen Halbton verschoben — für G-Dur zwei, für F-Dur ebenfalls zwei. Die Tafel sagt, welche, und die Kalimba oben lässt sich genauso umstimmen, damit man den Unterschied hört.
Für a-Moll muss nichts bewegt werden: es hat dieselben sieben Töne wie C-Dur und beginnt nur auf der Sechs.
| Tonart | Zungen | Richtung |
|---|---|---|
| G-Dur | 44 | einen Halbton höher |
| F-Dur | 77 | einen Halbton tiefer |
Stücke zum Nachspielen
Die gemeinfreien Lieder und Choräle, die ohne einen einzigen fremden Ton auf die siebzehn Zungen passen, stehen in Ziffern auf einer eigenen Seite, jedes zum Anhören: Kalimba-Noten.
Was daneben liegt
Dieselben Stücke auf Notenlinien, mit Akkorden: Stücke. Wie man Noten liest: Noten lesen lernen. Und warum Eins bis Sieben dasselbe sind wie die Silben der Solmisation: Solfège, do re mi.
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Anotona ansehenAlle Töne auf dieser Seite sind gerechnet, nicht abgetippt — nach der Skalenregel, die auch bestimmt, dass Fis-Dur ein Eis hat und kein F.