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Grifftabellen

Grifftabelle Trompete — jeder Ton mit seinem Griff

Alle Töne der B-Trompete von Fis3 bis C6 mit Ventilgriff, notiert und klingend. Dazu, warum es zu manchen Tönen einen zweiten Griff gibt.

Eine Trompete hat drei Ventile, und mit ihnen lässt sich jeder Ton greifen. Das klingt nach wenig für ein ganzes Instrument, und genau das ist der Trick: die Ventile erzeugen die Töne nicht, sie senken sie. Den Ton selbst macht die Lippe — je nach Spannung spricht ein anderer Naturton an, und die Reihe dieser Naturtöne liegt schon im Rohr.

Was die Ventile tun, ist auf einen Satz zu bringen: das erste senkt um zwei Halbtöne, das zweite um einen, das dritte um drei. Wer zwei drückt, senkt um die Summe, wer alle drei drückt, um sechs. Mehr als sechs Halbtöne braucht es nie, denn dann ist der nächste Naturton darunter schon erreicht.

Daraus folgt die ganze Tabelle. Sie steht unten vollständig, und sie ist nicht abgeschrieben, sondern gerechnet — jeder Griff ist der, der den Ton aus dem nächsthöheren Naturton macht.

Ohne Ventil: die sieben Naturtöne, die im Rohr schon liegen
Grifftabelle Trompete — jeder Ton mit seinem Griff

Mit Ventilen: von einem Naturton sechs Halbtöne abwärts
Engraved by Verovio 6.3.0-425dd7b

Oben liegen die Naturtöne eng — ein Ventil genügt meist
Engraved by Verovio 6.3.0-425dd7b

Wie die Tabelle zu lesen ist

Eine Zeile ist ein Ton. Links steht er so, wie er im Notenblatt steht, daneben so, wie er wirklich klingt, und rechts der Griff. Die drei Kreise sind die drei Ventile in der Reihenfolge, in der die Finger liegen: das erste am nächsten zum Mundstück. Ein gefüllter Kreis heißt gedrückt.

Die Ziffern daneben sind die übliche Kurzschrift. »13« heißt: erstes und drittes Ventil, das zweite bleibt oben. Ein Ton ohne Ventil heißt offen und wird allein mit der Lippe getroffen.

NotiertKlingt Griff
Fis3E3123
G3F313
Gis3Fis323
A3G312
Ais3Gis31
H3A32
C4Ais3offen
Cis4H3123
D4C413
Dis4Cis423
E4D412
F4Dis41
Fis4E42 123
G4F4offen 13
Gis4Fis423
A4G412
Ais4Gis41 123
H4A42 13
C5Ais4offen 23
Cis5H412 123
D5C51 13
Dis5Cis52 23
E5D5offen 12 123
F5Dis51 13
Fis5E52 23 123
G5F5offen 12 13
Gis5Fis51 23
A5G52 12
Ais5Gis5offen 1
H5A52
C6Ais5offen

Woher die Griffe kommen

Ventil 1 senkt um zwei Halbtöne, Ventil 2 um einen, Ventil 3 um drei. Damit sind sieben Stufen erreichbar: offen, dann 2, dann 1, dann 1 und 2 zusammen, dann 2 und 3, dann 1 und 3, und zuletzt alle drei. Das sind genau die Schritte von null bis sechs Halbtönen, lückenlos und jeder nur einmal.

Die Naturtöne liefern die Ausgangspunkte. Sie liegen nicht gleichmäßig: unten weit auseinander, oben immer enger. Deshalb braucht man in der Tiefe alle sechs Senkungen, während oben schon ein oder zwei Ventile genügen, um die Lücke zum nächsten Ton zu schließen.

Eine Feinheit steckt darin: drei Halbtöne lassen sich auf zwei Wegen greifen, mit dem dritten Ventil allein oder mit dem ersten und zweiten zusammen. Üblich ist das erste und zweite. Der dritte Zug bleibt dann frei für die Korrektur, denn die tiefen Kombinationen liegen von Natur aus etwas zu hoch.

Warum manche Töne zwei Griffe haben

Liegt ein Ton so, dass ihn zwei Naturtöne erreichen können, gibt es zwei Griffe. Der eine geht vom tieferen Naturton aus und braucht wenig Senkung, der andere vom höheren und braucht mehr Ventile.

In der Tabelle steht der übliche zuerst. Üblich heißt: vom tiefstmöglichen Naturton aus, denn der spricht am sichersten an. Die anderen sind keine Notlösung, sondern Werkzeug — in schnellen Läufen spart ein zweiter Griff manchmal den ganzen Fingerwechsel, und in der Höhe trifft man mit der bequemeren Lippenspannung sicherer.

Warum die Trompete tiefer klingt, als sie dasteht

Die gewöhnliche Trompete steht in B♭. Das heißt: Wenn der Spieler den notierten Ton greift, den er als seinen ersten Ton gelernt hat, klingt in Wirklichkeit ein Ton, der eine große Sekunde tiefer liegt. Die ganze Tabelle steht deshalb zweimal da — links, wie es im Notenblatt steht, daneben, was das Klavier dazu spielen würde.

Das ist keine Eigenart dieses Instruments, sondern die Regel für die halbe Blaskapelle. Wie das im Ganzen zusammenhängt und wie man zwischen beiden Spalten umrechnet, steht bei Transponieren.

Was daneben steht

Die Notenwerte und ihre Dauern: Notenwerte. Wie man Noten überhaupt liest: Noten lesen lernen.

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Alle Töne auf dieser Seite sind gerechnet, nicht abgetippt — nach der Skalenregel, die auch bestimmt, dass Fis-Dur ein Eis hat und kein F.