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Notenzeichen

Das Notensystem — fünf Linien und was darüber hinausgeht

Fünf Linien, vier Zwischenräume. Wo ein Ton nicht mehr hinpasst, kommen Hilfslinien; wo zwei Systeme zusammengehören, eine Klammer.

Jede Note auf dieser Website steht auf denselben fünf Linien. Sie sind so selbstverständlich, dass kaum jemand sie erklärt bekommt — dabei entscheidet allein die Lage auf ihnen, welcher Ton gemeint ist.

Die Linien liegen in gleichem Abstand übereinander, und zwischen ihnen bleibt genau so viel Platz, dass ein Notenkopf hineinpasst. Fünf Linien und vier Zwischenräume ergeben neun Plätze; wer höher oder tiefer muss, bekommt kurze Hilfslinien dazu, eine für jede weitere Stufe.

Die Bilder auf dieser Seite sind gestochen und nachgemessen: die Lage jedes Notenkopfes, die Zahl der Hilfslinien und die Art der Klammer stehen im Bild und sind dort nachzuzählen.

Fünf Linien, vier Zwischenräume

Neun Töne nacheinander, und jeder hat seinen eigenen Platz: mal sitzt der Kopf mitten auf einer Linie, mal genau zwischen zweien. Mehr Plätze gibt es im System nicht, und mehr braucht es für den Anfang auch nicht.

Neun Töne: fünf auf den Linien, vier in den Zwischenräumen
Das Notensystem — fünf Linien und was darüber hinausgeht

Hilfslinien unter dem System

Unter dem System hört die Linie auf, der Tonvorrat aber nicht. Jeder weitere Ton bekommt deshalb einen eigenen kurzen Strich dazu — der erste einen, der nächste zwei, der dritte drei. Sie sind so breit wie der Kopf und gehören nur ihm.

Drei Töne unter dem System, mit einer, zwei und drei Hilfslinien
Engraved by Verovio 6.3.0-425dd7b

Hilfslinien über dem System

Nach oben gilt dasselbe, gespiegelt: die Striche liegen über der obersten Linie, im gleichen Abstand wie die Linien selbst. Ab etwa drei davon wird es unübersichtlich — dann setzt der Notensatz lieber ein Oktavierungszeichen.

Drei Töne über dem System, mit einer, zwei und drei Hilfslinien
Engraved by Verovio 6.3.0-425dd7b

Die Akkolade

Zwei Systeme, links durch eine geschweifte Klammer verbunden: das ist die Akkolade des Klaviers. Oben steht meist der Violinschlüssel für die rechte Hand, unten der Bassschlüssel für die linke. Der Taktstrich läuft durch beide, denn gelesen werden sie gemeinsam.

Zwei Systeme mit geschweifter Klammer und durchlaufendem Taktstrich
Engraved by Verovio 6.3.0-425dd7b    

Die Systemklammer

Dieselben zwei Systeme mit einer eckigen Klammer davor: so fasst eine Partitur mehrere Instrumente zu einer Gruppe zusammen. Das Zeichen ist ein anderes als bei der Akkolade, die Wirkung dieselbe — was hier steht, gehört zusammen.

Dieselben Systeme mit eckiger Klammer
Engraved by Verovio 6.3.0-425dd7b    

Zwei Systeme ohne Klammer

Und das Gegenbeispiel: zwei Systeme ohne Klammer davor. Der Taktstrich hört am unteren Rand des ersten Systems auf und fängt am oberen des zweiten wieder an. Zwei Zeilen, die nichts miteinander zu tun haben — erst die Klammer macht aus ihnen ein Paar.

Dieselben Systeme ohne Klammer, der Taktstrich bricht dazwischen ab
Engraved by Verovio 6.3.0-425dd7b    

Die sechs Fälle auf einen Blick

Jede Zeile nennt, was im Bild nachzuzählen ist: wie viele Systeme dastehen und woran der Fall zu erkennen ist. Die Angaben stammen aus den Bildern dieser Seite, gemessen und nicht geschätzt.

FallSystemeWoran man es sieht
Fünf Linien, vier Zwischenräume1Jeder Kopf sitzt auf einer Linie oder genau dazwischen
Hilfslinien unter dem System1Kurze Striche unter dem System, einer je Stufe
Hilfslinien über dem System1Kurze Striche über dem System, einer je Stufe
Die Akkolade2Geschweifte Klammer, Taktstrich durch beide Systeme
Die Systemklammer2Eckige Klammer mit Ecken oben und unten
Zwei Systeme ohne Klammer2Keine Klammer, und der Taktstrich setzt dazwischen aus

Wie das System gelesen wird

Von unten nach oben wird gezählt: unterste Linie, erster Zwischenraum, zweite Linie und so fort. Jede Stufe nach oben ist der nächste Buchstabe des Tonvorrats, jede Stufe nach unten der vorige. Welcher Ton auf welcher Linie sitzt, sagt erst der Schlüssel am Anfang der Zeile — ohne ihn sind die Linien leer.

Reicht der Vorrat nicht, wird das System nicht größer. Stattdessen bekommt der einzelne Ton kurze Striche: die erste Hilfslinie steht eine Stufe über oder unter der äußeren Linie, die zweite zwei Stufen, die dritte drei. Sie gehören dem Ton und nicht der Zeile, und deshalb sind sie nur so breit wie der Kopf.

Gehören zwei Systeme zusammen, werden sie links verbunden. Die geschweifte Klammer steht für ein Instrument, das mit beiden Händen spielt — Klavier, Orgel, Harfe. Die eckige Klammer fasst mehrere Instrumente zu einer Gruppe zusammen. Beide Male läuft der Taktstrich durch, und genau daran ist zu sehen, dass die Systeme gemeinsam gelesen werden.

Was daneben steht

Wie aus den Linien Töne werden: Noten lesen lernen. Welcher Schlüssel welche Linie festlegt: Notenschlüssel. Wie man sich viele Hilfslinien spart: Oktavierungszeichen.

Notenzeichen · Notenlexikon

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Alle Töne auf dieser Seite sind gerechnet, nicht abgetippt — nach der Skalenregel, die auch bestimmt, dass Fis-Dur ein Eis hat und kein F.